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Belegarzt Hirslanden Klinik St. Anna, Luzern
Gastarzt Hirslanden Andreas Klinik, Cham
h-care Partnerarzt
Dr. med. Dieter Baumgartner
Facharzt FMH für Chirurgie,
speziell Viszeralchirurgie
Zinggentorstr. 1A
6006 Luzern
Die minimal invasiven Operationstechniken, auch thorakoskopische Operationen genannt oder in Fachkreisen mit dem Kürzel VATS ( video assisted thoracoscopic surgery) versehenen Verfahren, bieten bei Tumoren in der Brusthöhle verschiedene Vorteile.
Für diese Eingriffe sind keine grossen Operationszugänge mit Durchtrennung von Muskulatur und Spreizung der Rippen notwendig. Wenn keine grösseren Gewebestücke entnommen werden müssen, reichen Hautschnitte von maximal 1.5 cm aus. Die Operationen sind deshalb für die Patienten wenig belastend. Dies ist besonders wichtig, da ein Tumorbefall des Brustfells oft erst in fortgeschrittenen Stadien eines Krebsleidens auftritt, in dem die Patienten durch die Krankheit selbst oder vorangegangene Therapien bereits geschwächt sind.
Zudem ist der Überblick über alle Anteile des Brustfells oft besser als bei einer offenen Operation.
VATS eignet sich aus diesen Gründen besonders für diagnostische Fragestellungen. Veränderungen des Brustfells und oberflächlicher Lungenanteile können besichtigt und dokumentiert werden, ausserdem können gezielt Gewebeproben zur Untersuchung entnommen werden.
Ein Tumorbefall des Brustfells führt häufig zur Bildung grossen Flüssigkeitsansammlungen im Brustraum. Diese komprimieren die Lunge und behindern dadurch die Atmung. Mit einem thorakoskopischen Eingriff kann diese Flüssigkeit nicht nur entfernt werden, durch Verlötung der Lunge mit der Brustwand lässt sich deren Neubildung, die nach blossem Absaugen innerhalb von Tagen bis Wochen immer auftritt, zuverlässig verhindern (sog. Pleurodese).
