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zur StartseiteDr. med. Dieter Baumgartner
Facharzt FMH für Chirurgie,
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Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement

Schon seit je her waren gute Arztpraxen um qualitativ hochstehende Dienstleistungen bemüht. Erst in den letzten Jahren allerdings sind diese Bemühungen mit Hilfe von Erkenntnissen und Techniken aus der Industrie systematisiert worden. Patienten, Patientenorganisationen, Kostenträger und die Politik haben die Qualitätsmessung in der Medizin als Instrument der Einflussnahme entdeckt.

Für Ärzte und Kliniken ist das Qualitätsmanagement heute nicht mehr wegzudenken. Es dient den Patienten und Ärzten der kontinuierlichen Verbesserung der Dienstleistungen, den Kliniken zusätzlich sekundär auch der Kostenoptimierung.

Für die Systematik wird von Struktur-, Prozess-, und Ergebnisqualität gesprochen. Die Strukturqualität befasst sich mit den organisatorischen und baulichen Vorkehrungen, welche zur Qualitätssicherung getroffen werden. Sie sind für die Belange der Praxis in den Seiten Team und Praxis dargestellt. Für die Belange der Klinik vgl. www.st-anna.ch.

Im Bereich der Prozessqualität konzentrieren sich die Bemühungen einerseits auf die Optimierung der Patientenaufklärung, andererseits auf die ständige Verbesserung der eigentlichen Behandlungsprozesse. Grosse Fortschritte sind dabei in der Kommunikation zwischen verschiedenen Fachdisziplinen erzielt worden. Die Planung der Behandlung erfolgt in anspruchsvolleren Fällen heute oft im Rahmen Problem zentrierter interdisziplinärer Besprechungen (Kooperationen), welche auch zu Absprachen über standardisierte interdisziplinäre Behandlungspfade, sog. Case Maps geführt haben.

Die Patientenaufklärung sollte die folgenden Punkte umfassen und dokumentieren:

Case Maps sind von den beteiligten Ärzten verschiedener Fachrichtungen, der Pflege und anderen beteiligten Diensten, wie Physiotherapie oder Ernährungsberatung im Konsens erarbeitete Behandlungsprotokolle für häufige Eingriffe, welche bei ca. 80 % der Patienten anwendbar sein sollten. Für individuelle Anpassungen und Abweichungen muss genügend Platz sein. Case Maps verbessern die Behandlungsqualität durch Standardisierung, wo diese sinnvoll ist. Nur so sind die Massnahmen konstant zielgerichtet und vollständig. In der Viszeralchirurgie kommen die Case Maps in erster Linie in der Dickdarmchirurgie, sowie bei der Behandlung von Gallenblasenleiden und Hernien zum Einsatz.

Das Anliegen der Case Maps ist die Verbesserung der Behandlungsqualität und nicht die Kostenoptimierung.

Die Chirurgen der Klinik St. Anna messen die Qualität ihrer Ergebnisse mit dem von der schweizerischen Gesellschaft für Chirurgie empfohlenen und im ganzen Land verbreiteten Messinstrument der Arbeitsgemeinschaft für Qualitätssicherung in der Chirurgie. Die Daten werden für alle beteiligten Ärzte ausgewertet und können landesweit verglichen werden. Die persönlichen Resultate der an der Klinik St. Anna tätigen Chirurgen werden im Rahmen der Fachgruppe Chirurgie besprochen und auf mögliche Verbesserungspotenziale durchgesehen.

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